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22.11.17 10:04 Alter: 22 Tage
Von: Wolfgang Janko / Fotos: Jürgen Gramsch


NRW-Judokas gewinnen zwei Titel

Deutsche Verbandsmeisterschaft G-Judo


In der Sporthalle an der Anton-Dey-Straße im hessischen Mühlheim fanden die Deutschen Verbandsmeisterschaften im G-Judo statt.

Pünktlich begann die Veranstaltung mit einer kleinen Eröffnungsfeier und einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen BRSNW-Landeskoordinator Walter Gülden. Da der Ausrichter nur eine Wettkampfmatte ausgelegt hatte, zogen sich die Kämpfe über viele Stunden hin, was der Atmosphäre in der Sporthalle jedoch keinen Abbruch tat.
 
Nachdem das Männerteam aus NRW im letzten Jahr in der Wettkampfklasse I kampflos Deutscher Meister wurde, gingen in diesem Jahr wieder drei Landesverbände an den Start. Schnell zeigte sich, dass die G-Judokas aus NRW an diesem Tag eine Klasse für sich darstellten und allen anderen Gegnern hoch überlegen waren. So kam es zu deutlichen Siegen von jeweils 4:1 gegen das Rheinland und den Dauerrivalen Bayern. In der Rückrunde wiederholte das NRW-Team den 4:1-Sieg gegen Bayern und zum Schluss gab es noch ein 5:0 gegen das Rheinland. Für NRW kämpften Patrick Barendonk (-66 kg/Bocholt), Andreas Gamsch (-66 kg/Hünxe), Andre Conen (-73 kg/Leverkusen), Christian Brieler (-81 kg/Hamm), Timo Karmasch (-90 kg/Hünxe), Wolfgang Trost (+90 kg/Leverkusen) und Lars Wichert (+90 kg/Hamm).

Von den insgesamt 13 Landesteams aus Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und  Nordrhein-Westfalen starteten neun in der Wettkampfklasse II (Judokas mit einem stärkeren Handicap). In der Wettkampfklasse I,  G-Judokas mit einem geringeren Handicap, gingen ausschließlich die Frauen und Männer aus Nordrhein-Westfalen an den Start, so dass beide Teams kampflos Deutscher Verbandsmeister wurden. Für die NRW-Judokas der Wettkampfklasse I war das  besonders bedauerlich, hatten sie sich doch fast eine Woche in der Sportschule Hennef auf die Meisterschaft vorbereiten können.

In der Wettkampfklasse II der Männer starteten sechs Verbandsmannschaften, die in einem Pool-System  Jeder gegen Jeden kämpften. Bereits im ersten Kampf trafen die beiden stärksten Teams NRW und Bayern aufeinander. Kommentar unseres Trainers Frank Schuhknecht: „Schlechter hätte es für uns nicht laufen können. Unsere Kämpfer waren noch gar nicht richtig bei der Sache. Nur so ist die knappe Niederlage zu erklären. Wären wir am Ende der Veranstaltung auf die Bayern getroffen, hätten wir sie sicher geschlagen.“

So aber wurde die erste Begegnung denkbar knapp mit 2:3 verloren. Da halfen auch die weiteren deutlichen 4:1-Siege gegen Baden-Württemberg und Hessen sowie die 5:0-Siege gegen Bayern 2 und Rheinland nicht mehr. Die erste Niederlage war nicht mehr wettzumachen. Die deutlich bessere Unterbewertung zeigt aber, dass an diesem Tag mehr möglich gewesen wäre als die Vizemeisterschaft. Für NRW kämpften Valentin Freitag (Leverkusen), Ben Musaeus (Hückeswagen), Victor Gdowczok (Köln),  Bastian Wind (Hünxe), Phil Taraschinski (Hamm) und Theo Lavasas (Köln).

In der Wettkampfklasse II der Frauen standen sich mit Bayern, Hessen und NRW drei Mannschaften gegenüber, die ebenfalls in einer Hin- und Rückrunde kämpften. Leider konnte das geschwächte NRW-Damen-Team nur mit drei Starterinnen antreten, so dass die Chancen der NRW-Frauen minimal waren, denn immer mussten alle drei Kämpferinnen punkten. Das gelang leider nicht, denn sowohl gegen Hessen als auch gegen Bayern gab es jeweils knappe 2:3-Niederlagen. Mit einer vierten Kämpferin wären wir Deutscher Meister geworden, so blieb am Ende leider nur der dritte Platz. Für das NRW-Team kämpften Evin Celiktas, Stephanie Knopp (beide Leverkusen) und Victoria Breidenstein (Essen).

Wieder einmal ohne Gegnerinnen blieb das mit drei Weltmeisterinnen angetretene NRW-Frauen-Team in der Wettkampfklasse I. Auch für einen Einlagenkampf fanden sich leider keine geeigneten Gegnerinnen, so dass sie ohne einen einzigen Kampf den Titel verteidigen konnten. Jederzeit kampfbereit aber waren Michaela Stutz (Dülmen), Jasmin Siebelitz (Hünxe), Jennifer Zucht (Leverkusen), Andrea Kuhne (Bocholt) und Carina Niemeyer (Dülmen).

BRSNW-Leistungstrainer Frank Schuhknecht war mit den Leistungen seiner Schützlinge hoch zufrieden. Aber, nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Frank Schuhknecht wird mit seinen G-Judokas auch im nächsten Jahr intensiv trainieren, um die Erfolge 2018 bei der Deutschen Verbandsmeisterschaft für G-Judokas in Bad-Kreuznach wiederholen zu können.

Eine sehr gelungene Abendveranstaltung mit einem ansprechenden Buffet in der nahe gelegenen Gaststätte rundete die Veranstaltung wunderbar ab und sorgte für einen schönen Ausgleich für den sehr langen aber letztlich außerordentlich erfolgreichen Wettkampftag.


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